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Leider: Frühes Aus für Haider

Geschrieben von Johannis am 11. Oktober 2008 um 12:56 Uhr

Diese an Unerfreulichkeiten überreiche Woche klingt nun überraschenderweise doch noch auf einem versöhnlichen Grundton aus. Mutter Natur schickt brizzelwarme Sonnenstrahlen durch malerisch gefärbte Laubvorhänge, lockt uns hinaus ins Freie und erinnert dabei zart an jene freundlichen Sommertage, die es in diesem Jahr kaum gab. Und sie hat das Himmelstor ganz weit aufgestoßen, in der Hoffnung, dass einer der bekanntesten Österreicher seinen Weg in luftige Höhen findet.

Doch damit wird es wohl nichts, denn zumindest nach gängig-christlicher Lesart sollte Jörg jetzt bereits bei unbekömmlichen Temperaturen stinkigen Schwefelrauch atmen und von einem feixenden, unbedeutenden Unterteufel mit rostigem Spieß in den nackten Hintern gepiekt werden. Mein großes Latinum taugt nur zum Angeben und für ein ‚De mortuis nihil nisi bene’. Drum will ich auch nichts Schlechtes über den Toten sagen, denn es ist wahrhaft gut, dass der Kärntner Landeshauptmann von der Bühne abgegangen ist. Im VW Phaeton beim eigenhändigen Überholen gegen einen Betonpfeiler geklatscht und dann ohne weitere Unfallopfer den letzten Odem ausgehaucht. Friede seiner Asche – obwohl, die gibt es ja wohl noch nicht, oder?

Schade nur, dass in vielen Ländern der Dritten Welt die Infrastruktur noch nicht so gut ausgebaut ist, wie bei uns und den Ösis. So manchem afrikanischen Despoten wünscht man doch von ganzem Herzen einen anständigen Geschwindigkeitsrausch und dann die Begegnung mit einem stoischen Brückenfundament. Auch hier in der Heimat fällt mir manch überflüssige Figur ein, vielleicht kauft Herr Westerwelle sich ja bald einen neuen, schnellen Dienstwagen. Nur so eine Idee.

Wie auch immer, Jörg Haider hat in seiner politischen Karriere oft für Überraschungen gesorgt und manch erstaunliches Comeback hingelegt, aber Letzteres sollte ihm diesmal schwerlich gelingen.

Pfüati, Jörgerl!

Ceterum Censeo: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Menschheit in rasantem Tempo und offenbar vorsätzlich ihre Lebensgrundlagen vernichtet. Nur radikal geändertes Denken und Handeln kann uns retten. Zur Umkehr bleibt kaum noch Zeit.«

 

Ein Kommentar zu “Leider: Frühes Aus für Haider”

  1. Von rechts wegen hat es sich ausgehaidert « Buchstaeblich seltsam!

    [...] Pantoffelpunk ist auch schon ganz wehmütig, das Perlenschwein winkt hinterher, Malcolm wünscht zwar niemandem etwas so Schlimmes, hätte Jörg Haider [...]

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