Homo futurensis – Der neue Mensch
Geschrieben von Johannis am 15. Februar 2012 um 10:04 Uhr
Die Zukunft wird gut, macht euch bitte keine Sorgen. Das menschliche Bewusstsein entwickelt sich rasant und als Ergebnis sind wir bald ausschließlich von aufgeklärten, vernünftigen Zeitgenossen umgeben, für die der stete Gebrauch gesunden Menschenverstands ebenso selbstverständlich ist, wie das zweifach tägliche Zähneputzen. Vorüber die Zeiten, in denen fette qualmende Dumpfbacken ihre Tage mit der Bierpulle auf versifften Sofas oder in müffelnden Betten abbruchreifer Sozialwohnungen verbrachten, wo rund um die Uhr auf riesigen Bildschirmen das elendige Unterschichtenfernsehen lief, die Küchen vorwiegend zur Zucht von Ratten, Kakerlaken und neuartigen Mikrobenstämmen genutzt wurden, während frühdebile Kinder gutturale Laute ausstießen, um Pommes, Pizza und überzuckerte Cola zu fordern. Cola vor allem, um das Ritalin runterzuspülen und die Diabetes in Gang zu bringen. Vorbei all das Grauen, denn nun steigt am Horizont goldleuchtend die Sonne der Aufklärung in einen Himmel von ungeahnter geistiger Klarheit, und alles wird gut!
Ob ich Kleber geschnüffelt habe oder schon als Kleinkind von Wickeltisch gefallen sei? Nein, beides nicht. Woher ich denn bitte meine Gewissheit nähme, dass uns bessere Zeiten bevorstünden, von goldenen ganz zu schweigen? Ganz einfach, aus Mutti Merkels interaktiver Bürgerbefragung, dem wunderbaren Zukunftsdialog. Drei Fragen gilt es dort zu beantworten: Wie wollen wir zusammenleben? Wovon wollen wir leben? Wie wollen wir lernen? Schon die Liste der am besten bewerteten Vorschläge zum Thema Zusammenleben lässt tief ins Hirn des modernen Durchschnittsdeutschen blicken. Der zukünftige Normbürger (früher als Otto Normalverbraucher bezeichnet) verbringt seine Tage kiffend vor dem Computer, lädt sich ständig Pornos, Filme und Musik runter, reinigt zwischendurch seine Faustfeuerwaffen und zielt am Fenster auf vorbeigehende Muslime, wenn er nicht gerade Bomben bastelt. Das passt zwar irgendwie nicht zusammen, denn Kiffer sind meist friedliche Zeitgenossen und außerdem oft zu antriebsarm, um nach dem Vorbild der Zwickauer Terrorzelle Anschläge auf Türken, Libanesen und Marokkaner auszuführen. (Schließlich versorgen uns die Türkei, Libanon und Marokko seit Jahrzehnten zuverlässig mit Shit, auch wenn man den roten, pfeffrig duftenden Libanesen leider nur noch selten in die Wasserpfeife bekommt.) Doch mit solch scheinbaren Widersprüchen muss man eben leben. Vorerst.
Angeblich wurden die Ergebnisse der Abstimmung anfänglich durch eine Software, die Klicks generiert, manipuliert, doch das ist nun abgestellt und nicht mehr möglich. (Ja, mitlesende Hacker lachen jetzt höhnisch, aber egal.) Dass ausgerechnet die Forderung nach einem ergebnisoffenen Dialog zum Thema Islam auf Platz eins der Top-Ten steht, ist sicherlich den eifrigen Hetzern der brauen Plattform von Politically Incorrect geschuldet (verständlicherweise kein Link zu diesen hirnlosen Kackbratzen). Die Piraten hingegen werden mobil gemacht haben für Klicks gegen ACTA, denn Produktpiraterie und Verstöße gegen das Urheberrecht gelten unter der Totenkopfflagge ja nur als Kavaliersdelikt. Aber noch reg ich mich nicht auf, denn die orangen Spacken kommen nächstes Jahr hoffentlich nicht in den Bundestag, gedankt sei es der 5-Prozent-Hürde. Gleich zweimal in den Top-Five findet sich die Forderung nach einer Legalisierung von Cannabis, und auch beim Thema Wovon wollen wir leben? belegt die Kifferlobby erneut Spitzenplätze und verspricht satte Steuereinnahmen, wenn weiche Drogen endlich in den freien Handel kommen. Eigentlich logisch, wo doch immer weniger Raucher das Staatssäckel mit Tabaksteuer füllen, weswegen demnächst die E-Zigarette bundesweit verboten wird (NRW ist ja schon vorgeprescht).
Tief in die Volksseele blicken lässt auch die Forderung nach einer Reformierung des völlig überzogenen deutschen Waffen- und Sprengstoffrechts, weil durch linke Ideologien gesteuerte Diffamierungskampagnen den braven Sportschützen und Freizeitbombenbastler angeblich in ein völlig falsches Licht rücken. Dr. Sven Dahl, der diesen wichtigen Denkanstoß gab, möchte ich gern mal treffen, notfalls auch mit einer Armbrust. Er hat wahrscheinlich keine Kinder, die im Klassenzimmer von Amokläufern erschossen werden könnten. Übrigens, finanzieren lassen wollen viele Leute ihren neuen multitoxikologisch inspirierten Lebensstil des bewaffneten Muslimenhassers und chronisch Internetsüchtigen durch ein bedingungsloses Grundeinkommen. Nur konsequent, denn die neuen Cannabis-Hybridsorten (Skunk) enthalten derart viel THC, dass man morgens extrem schlecht aus dem Bett oder gar zur Arbeit kommt. Unter den sinnvolleren Anregungen finden sich auf der Top-Ten Forderungen zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer und eines Gesetzes gegen die Leugnung des Völkermordes an den Armeniern und Aramäern. Aber gleich daneben geht es um GEZ Abschafen! Nein, kein militanter Tierfreund schrieb dies, sondern Julio Cerinza kämpft mit der deutschen Sprache und für kostenlosen öffentlich-rechtlichen Medienkonsum: „Schlechtes Fernsehn und Radio mit unserem Geld zu finanzieren in Name der Demokratie…wir zahlen demokratisch ALLE!!! Wer profitiert ??? von Volk niemand“ Jawoll, das musste endlich mal gesagt werden und brachte ihm aktuell schon rund 8000 zustimmende Klicks.
Besonders gefreut hat mich die Forderung nach einer Deckelung der Benzinpreise. Auch André Weigel kämpft mit Logik, Rechtschreibung und Interpunktion, aber wo steht geschrieben, dass man Goethe oder ein neuer Einstein sein muss, um dämliche Vorschläge machen zu dürfen. Wichtig ist, was hinten rauskommt, aus dem Auspuff. Und dass es nicht so unverschämt teuer sein darf des Deutschen liebstes Kind richtig vollzutanken – diesem Appell wird sich jeder Autobesitzer gern anschließen, wo Superbenzin nun schon einssechzig kostet. Mehr als hundert Euro für eine läppische Tankfüllung – kein Wunder, dass André Weigel sich amerikanische Verhältnisse wünscht. Warum nicht gleich mit einem Kanzler nach Vorbild des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Rick Santorum? Der hat noch echte Werte und unumstürzliche Überzeugungen, denn auch ein durch Vergewaltigung oder Inzest gezeugtes Kind ist natürlich ein Geschenk Gottes, das nicht abgetrieben werden darf. Die Evolutionstheorie ist laut Santorum, genau wie die angebliche globale Erwärmung, großer Bullshit und Schwule gehören ausgerottet. Jeder Bürger sollte eine Waffe tragen dürfen und die Todesstrafe muss viel öfter verhängt werden. Natürlich wird, wenn’s nach Santorum geht, der Krieg in Afghanistan fortgesetzt und den Iran sollte man auch möglichst bald in die Steinzeit zurückbomben.
Mindestens sieben Kinder (nur mit seiner Angetrauten, aber man weiß ja nie, wen er sonst noch gevögelt hat. Wieso muss ich jetzt an unsere Arbeitsministerin denken?) hat Mr. Santorum, und ich frage mich derzeit, ob es klug war kinderlos zu bleiben, statt meine Gene zu verbreiten. Denn wenn Vollidioten sich weltweit derart ungehemmt vermehren dürfen, bleibt bald nur noch ein Ausweg: Man stürzt sich vom Rand der Erdscheibe und erfriert in der luftlosen Kälte des Alls. (Falls man nicht mit einem Satelliten oder etwas herumsegelndem Weltraumschrott kollidiert. Das würde auch helfen.) Erfrieren soll ja gar nicht schlimm sein und ersticken würde man zu Sicherheit nebenbei auch noch. Hauptsache die Raumpatrouille Orion rettet mich nicht, denn die Zukunft wird viel schrecklicher, als selbst ich sie mir ausmalen kann.
PS: Ja, der erste Absatz war erstunken und erlogen. Findet ihr nicht witzig. Ich jetzt auch nicht mehr. Sorry.
Ceterum Censeo: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Menschheit in rasantem Tempo und offenbar vorsätzlich ihre Lebensgrundlagen vernichtet. Nur radikal geändertes Denken und Handeln kann uns retten. Zur Umkehr bleibt kaum noch Zeit.«



Tja, da kann man schon Angst vor der Zukunft und dem Weltbild so mancher Zeitgenossen bekommen… Wobei ich fürchte, dass es langsam auf ein “Idiocracy” Szenario hinauslaufen wird, was die Weitergabe von Genen angeht. Der Film selbst ist leider nicht der Rede wert und eigentlich sogar eine Verschwendung von Lebenszeit, aber die ersten paar Minuten bringen einen dann schon ins Grübeln. Youtube hat nur eine englische Version des Anfangs zu bieten, aber ich denke, Du verstehst es…
http://youtu.be/BXRjmyJFzrU
Ansonsten wird es langsam Zeit, Konserven, Bücher und Werkzeug zu bunkern… Lange kann es nicht mehr dauern, bis es knallt :-/
Liebe Grüße, Peter.
Johannis, bei deinem ersten Absatz befürchtete ich schon, dir hätten sie bei der Anästhesie zu viel “Lachgas” verabreicht, so dass es dein Gehirn mal kurzzeitig ausgeknockt hat. Aber dann kam alles wieder in den grünen Bereich, zum Glück.
Bei uns in “Damenkreisen” geht es ja auch gerade um Urheberrechtswahrungen und ähnliches, zumal auch von mir einer was will, nur weil ich vorher nicht seine ausdrückliche Genehmigung einholte, die Namensnennung und Verlinkung war nicht ausreichend. Hätte ich gewusst, dass ich mich hätte auf die Piratenseite schlagen müssen, wäre mir Unheil erspart geblieben. Die Chance, sich jetzt vor lauter Kummer zu erfrieren, ist nun auch wieder vorbei, also müssen wir bis nach dem Weltuntergang damit warten.
Amüsierte Grüße schreibt Clara
Puh, da hast du aber zu einem mächtigen Rundumschlag ausgeholt, werter Johannis, dabei aber leider noch lange nicht alles getroffen und – noch viel mehr leider – mit deinen feinen Worten nichts von all diesen irrsinnigen Gruseligkeiten und hanebüchnen Peinlichkeiten mit ihnen vernichtet.
Zu den einzelnen, von dir angesprochenen Greulichkeiten – neudeutsch: Gräulichkeiten, nehme ich zunächst einmal keine konkrete Stellung, möchte aber gerne etwas allgemein- philosophisch gehaltenere Zitate des großen Autoren J.M.Coetzee zum Thema Zukunft und Vergangenheit hier hinterlassen:
…
“Was ist denn Zukunft anderes, als ein Gebilde aus Hoffnungen und Erwartungen? Sie wohnt im Geist; in der Realität gibt es sie nicht. Natürlich können Sie entgegnen, dass die Vergangenheit ebenso eine Fiktion ist. Die Vergangenheit ist Historie, und was ist sie anderes, als eine aus der Luft gegriffene Geschichte, die wir uns erzählen? Dennoch ist etwas Wundersames an der Vergangenheit, das der Zukunft fehlt. Wundersam an der Vergangenheit ist, dass es uns gelungen ist,…, Tausende und Millionen persönlicher Fiktionen, von einezelnen Menschen geschaffene Fiktionen so gut miteinander zu verzahnen, dass etwas entsteht, was wie eine gemeinsame Vergangenheit, eine kollektive Geschichte, aussieht.
Bei der Zukunft ist das anders. Wir besitzen keine kollektive Geschichte von der Zukunft. Mit der Schaffung der Vergangenheit scheint unsere schöpferische Energie ausgereizt zu sein. Verglichen mit unserer Vergangenheit, ist unsere Fiktion von der Zukunft eine oberflächliche, blutleere Angelegenheit, wie es Visionen vom Himmel oft sind.
Vom Himmel und oft auch von der Hölle…” ( aus dem Roman : “Elizabeth Costello” )
Wenn ich mit diesem Passus jetzt das Thema voll verfehlt haben sollte, so ist mir das schnuppe, denn das kenne ich noch sehr gut aus meinen Gymnasialzeiten. Wem ich zu intellektuell erscheine, dem/der sei ein weiteres Zitat aufgenötigt und kann mich dann mal …… gerne auch kritisieren. ” Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.” Ödön von Horvarth
Schluß jetzt mit der Schwarzseherei! Ich fordere rosarote Brillen für alle Menschen auf diesem Planeten, ab dem ersten Lebenstag, bis zum Schluß und eine tägliche, wohldosierte Ration roten Libanesen dazu!
Mit liebem Gruß aus dem Orkus, Sarah
Hi Johannes,
bin total deprimiert, Bismarck wird wohl von CDUCSUFDPSPDGrünen gewählt, die Garnisonkirche wird gerade wieder aufgebau und Antikommunist ist er auch.
Was ist der Unterschied zu einem neuen Menschen, ein alter Sack?
in tiefer Depression
Wolf
Sorry @Wolf, aber wenn dich eine solche Nebensächlichkeit, wie unser zukünftiger Präsi schon derart deprimiert, wie muss es dir dann erst im Hinblick auf sämtliches Weltgeschehen ergehen? Der Pinocchio Zar Cosi mit seinem ultrareaktionären Propagandaprogramm z.B.,oder die faschistoide Entwicklung Ungarns, die Aufrüstung des bekloppten Pillermanns Putin vor seiner vorraussehbaren Wiederwahl, Menschenrechtsverletzungen in allen Teilen der arabischen,afrikanischen und asiatischen Welt……. endlos die Liste, die du möglicherweise sogar kennst, wenn du vielleicht schon einmal die eigenen engen Grenzen verlassen und dich auch mit wirklichen Problematiken beschäftigt hast…
Ceterum: Auch aus einem alten Sack kann durchaus mal Neues und Innovatives erwachsen.
Und als alte Säckin weiß ich sehr genau, wovon ich rede.
Optimismus für ALLE
wünscht Sarah
Sarah, beim Studium hatte ich einen Mitstudenten, der meinte, die Problem der Welt wären zuerst zu lösen, da bedeutend wichtiger…… Der war ein glattes privates Arschloch. Wie könnte so einer die Welt retten? Russland, Ungarn, Putin, ich bin nicht klug genug zu wissen, wer jeweils die größeren Menschenrechtsverletzungen begeht, ich will aber auch kein Arschloch sein. Aus “Bismarck” wird auch mit Optimismus nichts Gutes. Übrigens wäre wohl “Hindenburg” treffender gewesen.
gruß wolf
Johannis, verzeih, daß ich Dein Blog “missbrauche”, aber sie hat mich angesprochen……
@Peter:
Manchmal bekomme ich ein schlechtes Gewissen, da ich meine LeserInnen offenbar über Gebühr deprimiere. Hoffentlich sperrt man mich nicht ein, weil ich die bundesdeutsche Suizidrate nach oben pushe. Übrigens, den Film kann sich in voller länge anschauen, wer bei youtube Idiocracy German eingibt.
@Clara Himmelhoch:
Damenkreisen, ist das eine Übung aus dem Kamasutra? Manches Kapitel habe ich wohl damals überblättert, oder die Seiten waren irgendwie verklebt.
@Sarah Berndoz:
1. Kommentar: Ich bin gegen rosarote Brillen und auch gegen nachtschwarze. Klare Sicht ist zwar oftmals unangenehm, aber die einzige Lösung.
2. Kommentar: Aus meiner Zeit im Gartenbau kann ich bestätigen, dass aus alten Säcken Neues wächst, denn jeder größere Pflanzballen ist mit Sacktuch umhüllt. Sackfreie Frauen, die sich als alte Säckinnen bezeichnen, erregen allerdings mein Misstrauen. Ja, etwas Schlüpfrigkeit muss sein.
@Wolf:
1. Kommentar: Wenn mich etwas anstinkt, dann die falsche Schreibweise meines Vornamens. Johannis mit i wie die Johannisbeere, das kann doch nicht so schwer sein! Warst du wieder angetrunken? Und muss das Gejammere über Herrn Gauck hier wirklich wieder von vorn losgehen? Hatten wir doch schon ad nauseam.
2. Kommentar: Was hat der Mann dir eigentlich getan, dass du ihn mit Reichskanzler Bismarck bzw. mit Hindenburg gleichstellst, wo Letzterer bekanntlich als zweiter Reichspräsident der Weimarer Republik 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte? Man muss doch eigentlich froh sein, dass Joachim G-Punkt sich den Tort antut und tatsächlich als Nachfolger des erschreckend dämlichen Wulff bereitsteht. Mehr Intellektualität und Tiefe als der Großburgwedeler Klinkerbudenbesitzer bringt der neue Kandidat auf jeden Fall mit. Warten wir doch erstmal ab, wie er sich im Amt macht. (Und selbstverständlich darf man hier auf Kommentare anderer Leser antworten, ich bin doch nicht Baschar al-Assad.)
Wirklich skandalös (und gleichzeitig wunderbar entlarvend) finde ich übrigens das Verhalten des schlitzäugigen Röslers und seiner pseudoliberalen Spießgesellen. Diese widerwärtigen Schmierenkomödianten sind sich, existenziell bedroht vom die-Ratten-verlassen-das-sinkende-Schiff-Syndrom, doch tatsächlich nicht zu schade, dem Volk mit ihrem bockigen Votum für Gauck in den kollektiven Arsch zu kriechen, um wenigstens ein bisschen bessere Umfragewerte herbeizuflehen. (Oder wollten sie im Anus populi nur der Kälte jenes Windes entfliehen, der ihnen seit Monaten und völlig zurecht in die blöden Visagen bläst? Wann kommt endlich der Koalitionsbruch?) Selbst Aale sind nicht halb so schleimig und, obwohl Aasfresser, opportunistisch wie diese FDP-Fatzkes.
Liebe, amüsierte oder mürrische Grüße allerseits
http://blog.karlshochschule.de/2012/02/20/gauck-in-der-filterbubble-oder-wie-wir-lernten-den-kontext-zu-ignorieren/
Ohne weiteren Kommentar.
Gerhard Rein, Juli 2010
“Nun, zur politischen Opposition in der DDR hat Gauck nicht gezählt. In den system-kritischen Friedens- und Umweltgruppen im Umfeld der Evangelischen Kirchen trat er nicht in
Erscheinung. Im Netzwerk der Oppositionsgruppen war er nicht vertreten. An der Oekumenischen Versammlung, die 1988 und 1989 die wichtigsten Freiheitstexte gegen die SED und ihre Politik veröffentlichte, hat Gauck nicht teilgenommen.
Es gibt keinen Text von Joachim Gauck, der in der DDR von Hand zu Hand gereicht wurde. In den Publikationen, die in der DDR von kritischen Gruppen illegal herausgegeben wurden,
taucht der Name Gauck als Verfasser nicht auf. Joachim Gauck hat sich im Oktober 1989 in Rostock dem „Neuen Forum“ angeschlossen. Vorher ist ein politisches Engagement gegen den repressiven Staat nicht auszumachen. Im Kontext der Oppositions-Geschichte der DDR ist Joachim Gauck ein Bürgerrechtler der
letzten Stunde. Ihn als Repräsentanten all jener auszuzeichnen, die den freiheitlichen Geist gegen das System aufrecht gehalten haben, ist eine grobe Überzeichnung seines Lebensweges.”
Sarah, Cicero zu verlinken finde ich ekelig.
gruß wolf
Johannis, stimmt; da ist mir was durchgerutscht: In meiner sozialen Kleingruppe gibt es 2 (in Worten zwei) Johannesse, da kann so etwas schon mal passieren, Du darfst Dich dadurch eher geehrt fühlen, zumal ich im weiteren wieder auf die “Fehlfarbe” zurückgefallen bin. Gut übrigens, daß der Wink mit dem Bismarck/Hindenburg-Gemisch so ankam; genau so wollte ich meinen Beitrag verstanden wissen. Wie es um uns bestellt ist, zeigt die Diskussion bei Deniz Yücel, die hat mich wieder (etwas) aufgerichtet…
gruß wolf