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Grillwürste machen schusselig

Geschrieben von Johannis am 29. Juli 2009 um 11:25 Uhr

Auf Mallorca fängt man sich die Schweinegrippe ein, neuerdings sollen wir am Ballermann die Sangria nicht mehr aus dem Eimer saufen, angeblich ändert sich sogar das Klima – man gönnt uns auch gar nichts!

Nicht mal mehr die sommerliche Grillerei, mit der man die Nachbarn so schön ärgern und nebenbei fragwürdige Fleisch- und Wurstwaren als Rauchopfer gen Himmel schicken kann – auch darauf sollen wir verzichten. Die Standardfrage lautet übrigens: Ist es Fleisch, gefärbte Sojaprotein-Wasser-Pampe oder etwa aufgehübschtes Gammelfleisch? Wenn jemand gut verdrängen kann, erhöht das zwar den kulinarischen Genuss, verkürzt aber vielleicht das Leben. Und jetzt auch das noch: Das renommierte Journal of Alzheimer’s Disease weist in seiner aktuellen Ausgabe 17, Seiten 519 bis 529 darauf hin, dass Nitrosamine, Nitrate und Nitrite die Krankheit auslösen und fördern.

Wer Alzheimer vermeiden und sich noch im hohen Alter an seine Jugendsünden erinnern will, sollte deshalb auf Grillgut jeder Art (Nitrosamine) und Gepökeltes wie Kasseler oder Schinken (Nitrite) verzichten. Stattdessen müssen Gedächtnisfetischisten teures Biofutter kaufen, denn im Dünger der herkömmlich-bösen Antibiobauern steckt das ebenfalls schädliche Nitrat. Wer sich hingegen schon lange einen neuen Lebenspartner gewünscht hat oder gern täglich über denselben uralten Witz lacht, zündet jetzt zwischen zwei Starkregengüssen die Holzkohle an und wirft kiloweise Schinkenwurst auf den Rost.

Vergessen statt verdrängen – das neue Patentrezept gegen häuslichen Frust und steigende Scheidungsraten.

Ceterum Censeo: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Menschheit in rasantem Tempo und offenbar vorsätzlich ihre Lebensgrundlagen vernichtet. Nur radikal geändertes Denken und Handeln kann uns retten. Zur Umkehr bleibt kaum noch Zeit.«

 

Ein Kommentar zu “Grillwürste machen schusselig”

  1. Max

    Wäre ich gesund “gross” geworden, hätte ich extrem viel Spaß versäumt!

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