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Diagnose: Akute Marlenitis

Geschrieben von Johannis am 6. April 2008 um 15:45 Uhr

Wer hätte denn gedacht, dass die Buchstaben marlen727@googlemail.com meinen Blog mal so nach vorne bringen würden. Da sitzt man und stochert im Nebel oder brütet Tage und Nächte wie im Fieber, hat den literarischen Ochsen in sich schon zum Greifen nah, will ihn endlich bei den Hörnern packen und über offenem Feuer rösten, auf dass sein köstliches Fleisch die Hungernden labet und erquicket – und dann so was. Eine läppische Story über Spam von einer Person, von der wir nur eines sicher wissen: Sie hat kein goldblondes Haar bis zum Arsch zu den schmalen Hüften. Wohl eher Bartstoppeln und einen Bierbauch. Egal.

Mein Personal Coach, der sich natürlich auch um meine Außenwirkung kümmert, hatte mir eindringlich von dem Thema abgeraten. Wenn er mir jetzt mit irgendeiner oberschlauen Scheiße leicht abwegigen Ratschlägen kommt, lege ich nur leise lächelnd den Ausdruck meiner neuesten Statistik auf den Tisch und schiebe meist noch die Schachtel Kleenex hinterher. Zum Tränentrocknen. Der Traffic auf meinem Blog ist ja wohl so was von explodiert, ich bekomme schon Angebote von McDonalds und Beate Uhse, ob ich bezahlte Werbebanner schalten möchte. Möchte ich natürlich nicht, werde nie Kunst und Wahrheit dem Kommerz preisgeben. Zumindest nicht so billig.

Um der Gemeinde von Gefoppten und Einsamen die gebührende Solidarität zu beweisen habe ich folgendes getan:

1. Ich habe stundenlang das Netz durchforstet, um Marlens Identität zu lüften. Das magere Ergebnis seht ihr unten.

2. Ich habe mich beim Hamburger Datingportal www.datingcafe.de beschwert und im Namen aller Gehörnten und Genasführten energisch nach Aufklärung verlangt. Man wollte mich erst mit wahrhaft wachsweichen Wischiwaschiphrasen abgespeisen – aber nicht mit mir, nicht mit mir, liebe Freunde! Mittlerweile bestehen Kontakte zu den Büros der Bundesbeauftragten für den Datenschutz in Bonn und zum Hamburger Datenschutzbeauftragten. Wir lassen uns nicht veräppeln!

Die Fritzen Ischen vom Datingcafe baten um 1-2 Werktage Frist, die am Montag abläuft. Ab dann wird zurückgeschossen. Und wir sollten uns an der Kampagne für die Tibeter ein Beispiel nehmen, denn nur gemeinsam sind wir stark. Zu einer Unterschriftensammlung mit Übergabe beim finnischen Generalkonsulat will ich trotz des Bochumer Nokia-Skandals vorerst noch nicht aufrufen, lasst uns beherrscht und gelassen reagieren. Andererseits halte ich es für durchaus legitim die bekannte Adresse von Marlen mit verseuchten Mails einzudecken. Wenn also unter euch ein IT-Begabter ist oder jemand ’nen neuen Trojanerbaukasten downloaden möchte, lasst es mich wissen. Wir sind schließlich keine Memmen, die ängstlich vor dem Flachbildschirm kauern, oder etwa doch!?

Nun die Bilder, die zum Teil von anderen Opfern der Lug- und Trugmasche unserer blonden Phantomfinnin bereitgestellt wurden. Dafür besten Dank!

Das schockierendste Zeugnis der Verderbtheit (ganz unten) legt allerdings nahe, dass Marlen sich (zumindest im Gesicht) nicht rasieren muss, sondern vor etwa eineinhalb Jahren (man beachte die Haarlänge) in einem Erotik- und Dominastudio in einer Stadt in Sachsen gearbeitet hat. Aus Rücksicht auf ihre steuerzahlenden und mehrheitlich deutschen Kolleginnen will ich nicht weiter ins Detail gehen, versichere euch aber, dass ich äußerst sorgfältig recherchiert habe. Und verspreche euch eines: Das ist noch nicht das Ende!

Vom Text natürlich schon. [Hinweis an all jene Marlenitis-Kranken, die bereits durch ihre überaus geistvollen Kommentare bewiesen haben, dass sie ganz heiße Kandidaten für den nächsten Nobelpreis in Physik oder Literatur sind. (musste das jetzt wieder sein, Johannis?)]

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Nachgeliefert von Martin hier noch zweimal Marlen:

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Und Timi schickt jetzt noch dieses verspätete Osterkörbchen:

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Ob sie es wirklich ist? Schade, wenn ja.

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9 Kommentare zu “Diagnose: Akute Marlenitis”

  1. P wie... naja P halt

    Mein lieber Johannis,

    auf meiner letzten Dessous-Party haben meine Freundinnen und ich darauf gewettet, wann Dein Blog ins unverhohlen Sexistische abgleiten würde. Der Weg schien uns unvermeidlich, denn schließlich hatten die meisten von uns die eine oder andere folgenreiche Begegnung mit Dir (Paula lässt übrigens ausrichten, Du seist mit den Zahlungen für Geneviene drei Monate im Rückstand. Und Susan sagt, die Zwillinge wollen mal wieder in den Leipziger Zoo..).

    Doch, dass der journalistische Abstieg in die Schmuddelecke des Internets so schnell erfolgen würde, hätte wohl keiner von uns gedacht. Hier bekommt der Begriff Quotengeilheit wohl eine ganz neue Bedeutung!

    Hochachtungsvollst(tm)

    P.

  2. Johannis

    Liebe Pe (wie Patricia z.B.),
    schön, dass du dich nach langer Abstinenz wieder in die Blogsphere eingeklinkt hast, wie ich sah, schreibst du sogar wieder. Hab ich dich etwa dazu reanimiert?

    Den von dir neuentdeckten Sexismus praktiziere ich seit langem, du hattest offenbar wenig Zeit (oder Lust) meine älteren Beiträge zu lesen. Aber als bekennender xenophober Misanthrop wäre es doch wohl unfair, ausgerechnet Frauen von Gemeinheiten auszunehmen. Wo sie doch die bessere Hälfte der Weltbevölkerung darstellen.

    Deinen Freundinnen Petra und Jennifer darfst du gern etwas Nachhilfe in Physik empfehlen, denn aus einer verlöteten Leitung (Rohr, Schlauch etc.) fließt üblicherweise kein Saft. Was weiß ich denn, wo sie sich das eingefangen haben.

    So, auf geht’s zu neuen Recherchen, die Zeit drängt auf Taten.
    Baibai

  3. P wie... naja P halt

    Lieber Johannis,

    trotz Deiner sarkastischen Bemerkungen wird es Dir nicht gelingen, unsere gemeinsamen Erinnerungen auszulöschen…

    Oder erinnerst Du Dich nicht mehr daran wie wir beide gemeinsam mit Rötelkreide an eine Friedhofsmauer in Mecklenburg geschrieben haben:

    Sensibilität
    Herzlichkeit
    Energie
    Nächstenliebe
    Großzügigkeit

    Freundlichkeit
    Urteilsvermögen
    Idealismus

    weiterhin hochachtungsvollst(tm)

    P.

  4. Johannis

    Liebe Pe,
    damals hat es so geschüttet, und wir waren alle ziemlich besoffen. Kann mich echt nicht mehr erinnern, und an dich auch kaum. Warst du nicht die kleine Rothaarige, die unbedingt unberührt in die Ehe gehen wollte? Und, hat’s geklappt?
    Grübelst, J.

    PS: Warum verlinkst/backtrackst du eigentlich nicht auf deine eigene Seite?

  5. Martin

    Hallo liebe “Akute Marlenitis-Gemeinde”

    Ich habe auch einiges an Mailverkehr mit dem finnischen Feger beizutragen. Einfach herrlich zu lesen, wie diese virtuelle Schönheit versucht uns den Kopf zu verdrehen. Ich weiss, dass ich spät dran bin, aber ich hab noch einige Bilder von Ihr, die hier noch nicht angeboten wurden. Bin mittlerweile auch an dem Punkt angelangt, wo Sie nach dem Reisezuschuss fragt… ;-) Werde versuchen, sie noch ein bisserl bei der Stange zu halten! Falls Ihr noch Bilder haben wollt, oder den fast deutschen Text von Ihr nachlesen wollt, dann werde ich den hier posten? Wie ich aber Bilder hier einstellen kann, das müsst Ihr mir dann doch mitteilen.

    Beste Marlen-Grüße,

    “Euer und nur Euer Martin”

  6. Kalle Wisch

    Blödsinn!

    Der Busen ist ganz anders.

  7. Johannis

    Herzlichen Glückwunsch, Kalle!
    Du bist der Gewinner eines nachösterlich preisreduzierten Tütchens Krokanteier, die dir demnächst postalisch zugehen. Der Wettbewerb unter den Titel “Ironie – was’s das denn?” wird fortgesetzt.
    Viele Grüße, Johannis

  8. Kalle Wisch

    Krokanteier?

    Her damit!

    DU versteht Ironie ja auch ganz und gar nicht.

    Küß die Hand!

  9. Johannis

    Mensch Kalle,
    die sind schon seit einer Woche in der Post. Nicht angekommen? Dass Briefzusteller trotz des fetten Mindestlohns immer noch Sendungen durchflöhen und Leckerlis klauen, also unerhört! Alle verzumwinkelt!!
    Echt traurige Grüße, Johannis

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