Geschrieben von Johannis am 30. Mai 2010 um 10:11 Uhr
Erst waren wir Papst (peinlich), jetzt sind wir Eurovisionssongcontestgewinner. Wir alle. Toll! Selbsterkenntnis ist wichtig, etwas ironische Distanz zum Ego sympathisch. Das gilt auch für jene junge Gymnasiastin, die uns gestern Abend mit 246 Punkten zum kollektiven Ruhm verhalf. Als sie zur After-Show-Party (Nein, da soll man nicht in erster Linie seinen Hintern zeigen) ins Hotel wollte und auf dem roten Teppich im Journalistenstau festsaß, rief sie den hypererregten Medienfritzen zu (O-Ton, heute früh auf WDR2 gehört): „Ihr müsst nicht so drängeln. Ich bin auch nur ein Mensch, ich bin nicht Gott.“ Soviel kritische Distanz zur eigenen Rolle lässt hoffen. Oder das Schlimmste befürchten.
Egal, ich finde den Song nett, ihren britischen Mittelschicht-Akzent angenehm und freue mich fast immer für erfolgreiche Künstler. Lenas PR-Berater sollten ihr aber unbedingt schnellstens den Wahnsinn austreiben. Ganz egal was ihr Wundervolles widerfahren ist, immer ist es der Wahnsinn und echt crazy. Steigerungsfähig nur als der absolute Wahnsinn. Ist das nicht irre? Schickt Kids wie sie doch mal für eine Stunde auf Besuch in die geschlossene Psychiatrie, damit sie kapieren, dass Wahnsinn eigentlich gar nicht so toll ist. Dann doch lieber Lenas zweitliebste Formulierung, wenn sie mitten im Begeisterungs- und Freudentaumel steckt: Ich kann es gar nicht sagen. Auch noch verbesserungswürdig, aber immerhin die Wahrheit. Trotzdem – Glückwunsch an Lena Meyer-Landrut.
Ceterum Censeo: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Menschheit in rasantem Tempo und offenbar vorsätzlich ihre Lebensgrundlagen vernichtet. Nur radikal geändertes Denken und Handeln kann uns retten. Zur Umkehr bleibt kaum noch Zeit.«
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Geschrieben von Johannis am 28. Mai 2010 um 13:54 Uhr
Billig davongekommen ist der ehemalige SPD-Medienexperte Jörg Tauss, heute Mitglied der Piraten-Partei, beim Urteil wegen des Besitzes von Kinderpornographie. 15 Monate auf Bewährung sind doch ein Klacks gegen das, was ihm im Knast geblüht hätte. Pädophile und verwandte Schmutzfinken sind dort ziemlich unpopulär, sie bekommen in der Gemeinschaftsdusche schon mal eine heilsame Sonderbehandlung. Diese spezielle Form des Strafvollzugs finde ich eigentlich sogar ganz okay. Abschreckend eben. Jetzt muss Herr Tauss nur eine Weile die Finger von den Maustasten und seiner Kinderporno-Sammlung lassen. Wegen der Bewährung. Er hat schlecht gelogen und trotzdem Glück gehabt.
Ceterum Censeo: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Menschheit in rasantem Tempo und offenbar vorsätzlich ihre Lebensgrundlagen vernichtet. Nur radikal geändertes Denken und Handeln kann uns retten. Zur Umkehr bleibt kaum noch Zeit.«
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Geschrieben von Johannis am 20. Mai 2010 um 19:45 Uhr
Wir in NRW sind leider zu doof zum Wählen. 119.581 Stimmen (1,5 %) haben wir Deppen am 09. Mai an die kropfüberflüssigen PIRATEN verschenkt, und nun haben sich GRÜNE und SPD vorhin ratzfatz gegen eine Regierung mit den LINKEN entschieden. Verstehe ich sogar. Und will trotzdem keine große Koalition, egal ob mit oder ohne Rüttgers Club.
Bin deshalb mächtig gespannt, ob die bekanntlich bis ins Mark scheinheiligen, machtgeilen und opportunistischen Liberalen unter Kim Jong Il Pinkwart sich alsbald klammheimlich an Hannelore Kraftlos ranwanzen, weil sie nun doch mitregieren wollen. Hatten sie ja neulich noch vehement abgelehnt, weil Hanni unbedingt auch mit den Knallroten reden wollte. Dumm gelaufen, das alles. Nix mit Kraftilanti, alle Mann zurück auf Los. Ist irgendwie tragisch, aber auch schön zu sehen, wie sich in der Demokratie oftmals die schlechteste aller Möglichkeiten durchsetzt. Oder wir machen einen auf Neuwahlen, das hatten wir hier in Dortmund neulich erst. Is zwar teuer, könnte dann aber klappen. Mit Rotgrün, mein’ ich.
Und morgen wird in Berlin unser 148-Milliarden-Euro-Rettungspaket verabschiedet. Es heißt verabschiedet, denn die Kohle sehen wir nie wieder. Beschlossen wird es bei rotgrüner Enthaltung, weil Angie und Wolle der Opposition keine Finanztransaktionssteuer versprechen möchten. Toll!
Ceterum Censeo: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Menschheit in rasantem Tempo und offenbar vorsätzlich ihre Lebensgrundlagen vernichtet. Nur radikal geändertes Denken und Handeln kann uns retten. Zur Umkehr bleibt kaum noch Zeit.«
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Geschrieben von Johannis am 20. Mai 2010 um 09:53 Uhr
Erinnert ihr euch noch an die Zeiten, als Warmduscher ein Schimpfwort war? Unsympathische Leute nannte man Schattenparker, Beipackzettelleser oder sogar Frauenversteher. Dann wurde die Masche zur Manie, und spätestens beim Begriff Teletubbyzurückwinker war’s vorbei. Erinnert ihr euch noch an die Teletubbies? Egal.
Ich möchte der endlos langen Liste aus aktuellem Anlass den Begriff Heizpilzbesitzer hinzufügen. Weshalb? Bei uns in der Straße wird derweil ein Haus auf chic und teuer renoviert. Die Garageneinfahrt wurde verfüllt, obendrauf ein handtuchschmales Gärtchen angelegt, und im Erdgeschoss zog eine junge Besserverdienerfamilie ein. Mitsamt Heizpilz, den sie in diesem Frühjahr ausgiebig nutzen konnten. Fast jeden Abend saßen sie auf ihrer neuen mit Marmorfliesen belegten Terrasse, tranken Pinot Grigio und heizten. Erinnert ihr noch an die Gerüchte von der Klimakatastrophe? Bullshit, wie jeder weiß. Auch in meiner Bude lief heut früh für eine halbe Stunde die Heizung, aber es waren draußen immerhin schon zehn Grad. Ende Mai.
Muss ich eigentlich erwähnen, dass die neuen Nachbarn ihren Volvo-Kombi am liebsten auf dem Radweg parken? Ist doch kein Wunder, schließlich haben sie ja keine Garage mehr. Hoffentlich bleibt es noch lange so schweinekalt, damit sie wenigstens weiter die Atmosphäre aufheizen. Wo die doch voller Vulkanasche ist. Die nächste Eiszeit kommt bestimmt.

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Geschrieben von Johannis am 14. Mai 2010 um 11:45 Uhr
Die FDP ist für die Demokratie wie der Blinddarm im menschlichen Körper – man braucht ihn nicht, lässt den hässlichen Wurmfortsatz aber nur dann entfernen, wenn er die Gesundheit ernsthaft bedroht. Die Operation vom 09. Mai ist leider nicht ganz geglückt, weshalb die Liberalen in Düsseldorf weiterhin Furzgeräusche und Eitergestank verbreiten. Und sich damit vollends demaskieren und beweisen, dass diese Partei vor allem aus Machtgeilheit, Opportunismus und Realitätsfremde besteht.
Andreas Pinkwart, wegen seiner bescheuerten Frisur auch als der Kim Jong Il Nordrhein-Westfalens bekannt, geht seit dem Wahldebakel mächtig die Muffe. Er will eigentlich nicht mit den Roten und nicht mit den Linken, aber keinesfalls in die Opposition. Also stellt er idiotische Forderungen und bietet sich gleichzeitig der SPD und den Grünen als Koalitionspartner an. Dabei wirkt er wie eine fette alte Hure auf dem Straßenstrich an einem regnerisch-kalten Mittwochabend, während im Fernsehen ein Champions-League-Spiel läuft. Unappetitlich und chancenlos.
Das Berliner Personal dieser Partei der Wirbellosen beweist von Tag zu Tag seine Inkompetenz, weshalb ihr GröFaZ, die Westerwelle, hier kaum noch erwähnt wird. Auch mit diesem Beitrag wird der FDP zu viel Ehre zuteil, denn man sollte sie ignorieren wie einen räudigen Straßenköter, der kurz davor ist, sein Bein zu heben und einem an die Alufelgen zu pissen. Aber ich habe heute meinen großzügigen Tag, deshalb diese Zeilen über jenes Organ, das im Körper keine sinnvolle Funktion hat, den Organismus aber innnerhalb weniger Tage ruinieren kann. Obwohl die Linke ebenfalls wenig politischen Sachverstand beweist, will ich lieber fünf Jahre unter Rot-Rot-Grün erdulden, als eine Woche mit den schwachsinnigen Liberalen.
PS: Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung dieses Textes hat Andreas “Pinky” Pinkwart beschlossen, dass er nun doch nicht mit der SPD reden will. Weil die sich seiner Forderung “Kein Gespräch mit den Linken” widersetzte. Wahrscheinlich haben die Spindoctors der FDP errechnet, dass der Ypsilanti-Effekt einer Rot-Rot-Grünen Koalition den verhassten Sozis zukünftig dermaßen schaden wird, dass 5 Jahr Opposition dafür kein zu hoher Preis sind. Mir soll’s recht sein.
Ceterum Censeo: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Menschheit in rasantem Tempo und offenbar vorsätzlich ihre Lebensgrundlagen vernichtet. Nur radikal geändertes Denken und Handeln kann uns retten. Zur Umkehr bleibt kaum noch Zeit.«
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