Kohls späte Rache
Geschrieben von Johannis am 2. Dezember 2009 um 10:58 Uhr
Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des CDU-Spendenskandals, der seinen Höhepunkt im verlogensten Ehrenwort seit den Tagen von Joseph Göbbels fand, hat uns der übergewichtige Exkanzlers seine geistige Enkelin auf den Hals gehetzt. Fies! Was weiß man über Kristina Köhler? Sie verliebte sich schon während der Pubertät in jenen Mann, der hoffentlich sehr bald nach letzten Zuckungen aus dem Rollstuhl der Bedeutungslosigkeit in einen übergroßen eichenen Container für biologisch-ideologischen Sondermüll kippt und dann als zentraler Inhalt eines XXL-Erdgrabs endgültig dem Vergessen anheim fällt.
Das wäre ein längst überfälliges Happyend. Vorerst müssen wir uns allerdings noch mit dem fetten Tattergreis, der neulich ein güldenes Bambi für seine Lebensleistung bekam, und seinem moralischem Nachlass herumschlagen. Denn ab sofort ist Birnes ehrgeizige und naturblonde Verehrerin, 32, ledig und kinderlos, unsere neue Familienuschi, während die echte Uschi nun von versuchter Volksvermehrung auf angewandte Arbeitslosenverminderung umschult. Wir sind gespannt und hoffen auf eine Fortsetzung der beeindruckenden schwarzgelben Erfolgsstory, die am 27. September 2009 ihren Anfang nahm.
„Andere Mädchen schwärmten für Pferde, ich für Helmut Kohl“ ist eine der Kernaussagen, mit der sich die junge Frau Köhler für ihr neues Amt qualifizierte. Das Thema Eignungstest für Politiker haben wir hier kürzlich behandelt, doch in diesem Fall ist wohl eher eine nervenärztliche Überprüfung auf frühkindliche Traumatisierung, einen sublimierten Elektra-Komplex und ein verdecktes Eurydike-Syndrom angebracht. Mit welch mickerig-blasser Vaterfigur mag die frischgebackene Familienministerin aufgewachsen sein, wie viel Enttäuschung und Sehnsucht nach Größe verrät uns das frühe Bekenntnis zu einem derartigen Idol? Wahrscheinlich hat Vater Köhler ein SPD-Parteibuch, und ist ein mit 172 cm eher kurz geratener Lehrer oder Sozialpädagoge mit Fistelstimme, dem Bodymassindex eines übertrainierten äthiopischen Langstreckenläufers und einer Allergie gegen Pfälzer Saumagen. Oder so ähnlich.
Besonders faszinierend am aktuellen Gruselkabinett finde ich, dass alle einfach alles können. Da wird seit Beginn munter rochiert und gewechselt, dagegen war das Rotationsprizip der Grünen unfair gehandelter kalter Kaffee. Zuständigkeiten und Ämter werden getauscht, dass es eine wahre Pracht ist, und ich warte auf den Tag, an dem Rainer Brüderle – bekanntlich ein Meister des gesprochenen Worts und nie versiegender Quell präzis geschliffener Formulierungen – das Propagandaministerium übernimmt. Auch in puncto vorurteilsfreie Weltoffenheit lässt sich die neueste Personalentscheidung von Frau Merkel kaum noch toppen. Höchstens, indem sie demnächst eine neunzehnjährige lesbische genitalverstümmelte Muslima mit deutsch-ägyptischem Doppelpass ins Kabinett beruft. Vielleicht fürs Innenministerium, wenn Wolfgang Schäuble im nächsten Frühling Sportminister geworden ist. Warten wir’s ab.
Ceterum Censeo: »Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Menschheit in rasantem Tempo und offenbar vorsätzlich ihre Lebensgrundlagen vernichtet. Nur radikal geändertes Denken und Handeln kann uns retten. Zur Umkehr bleibt kaum noch Zeit.«
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